Die Vielfalt der Brote in der Bäckerei sind nicht nur eine Frage von verschiedenen Backmischungen. Auch die Backtechniken sind vielfältig. Mögen Sie "chüschtige", eher feuchte und etwas kompaktere Brote, die lange haltbar sind? Dann sind Sie hier genau richtig. Ich habe die unten beschriebenen Techniken mit unseren Backmischungen getestet und Rezepte dazu entwickelt, die mich überzeugen. Probieren Sie's aus!

Ruckzuck Dinkelbrot mit Rührteig

Garantiert die faulste und einfachste Methode, ein super Dinkelbrot zu backen! Das Brot wird etwas feucht und bleibt sehr lange haltbar. 

  1. 750 g Backmischung Ruckzuck Dinkel und 6 dl lauwarmes Wasser in eine Schüssel geben. Das Ganze mit einem Teigschaber grob zu einem Teig vermengen. Dieser Vorgang muss nicht besonders gründlich erfolgen, einfach darauf achten dass keine trockenen Mehlklumpen im Teig übrig bleiben. Die Schüssel mit einem Tuch oder mit Klarsichtfolie abdecken. 
  2. Den Teig 1.5-2h ruhen lassen, möglichst an einem warmen Ort, z.B. vor einem Heizkörper. 
  3. Die Teigmasse aus der Schüssel in eine gefettete Brotbackform gleiten lassen.
  4. Mit Mehl bestäuben. Wer es körnig mag, kann Gantrisch Diät Mix nehmen. 
  5. Backen: 20 Min bei 240°C, danach Hitze auf 220°C zurückstellen und ca. 20 Min. ausbacken. 

Variante: Statt den Teig in eine Form zu geben, können Sie wie unter "Mühlibach-Brötli" Punkt Nr. 3 weiterfahren. Sie erhalten so ein Schraubenbrot.

 

Ruckzuck Partybrot mit Rührteig

Gehen Sie gleich vor wie im Rezept oben beschrieben, nehmen Sie aber nur 5.5 dl Wasser.

 

Eignet sich super für Apéro Brötchen. Passt sehr gut zusammen mit Zwiebeln, Tomaten, Fleisch, Käse, Lachs.

Das Backen mit Rührteig und langer Teigführung hat folgende Vorteile: wenig Aufwand (kein Kneten), sehr lange Haltbarkeit (viel Feuchtigkeit im Brot), intensives Aroma durch lange Gär- und Fermentierzeit, schöne Kruste. Die lange Teigführung hat zudem den Vorteil, dass mehr Zucker abgebaut wird und empfindliche Menschen das Brot so besser verdauen können. Ich zeige Ihnen zwei Varianten:

Mühlibach-Brötli "à la Pain Paillasse"

 

  1. 750 g Backmischung Mühlibach-Brötli in eine Schüssel geben. 2 g Trockenhefe in ca. 6 dl. lauwarmem Wasser auflösen und zum Mehl dazu geben. Das Ganze von Hand oder mit einem Teigschaber grob zu einem Teig vermengen. Dieser Vorgang muss nicht besonders gründlich erfolgen, einfach darauf achten dass keine trockenen Mehlklumpen im Teig übrig bleiben. Die Schüssel mit einem Tuch oder mit Klarsichtfolie abdecken. 
  2. Den Teig 8-12 Stunden ruhen lassen. Durch die lange Teigführung wird mehr Zucker abgebaut und das Brot wird besonders verträglich. 
  3. Die Teigmasse aus der Schüssel auf ein gut bemehltes Küchentuch gleiten lassen (am besten in lang gezogener Form). Der Teig sollte rundherum mit Mehl bedeckt sein. 
  4. Das Baguette auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und den Teig schraubenartig drehen. Noch besser gelingt es, wenn aus dem Teig 2 Baguettes gemacht werden. 
  5. Backen gemäss Anleitung auf der Verpackung.

Backen im Brottopf

Das Backen im Brottopf hat folgende Vorteile: wenig Aufwand (kein Kneten), sehr lange Haltbarkeit (viel Feuchtigkeit im Brot), intensives Aroma durch lange Gär- und Fermentierzeit, schöne Kruste. 

 

Rezept für 750 g Backmischung mit integriertem Vorteig* (Urchig Ruch, Dinkelkorn, Mühlibach Brötli, Kornfeld, Schwarzwasser):

 

  1. 750 g Backmischung in eine Schüssel geben. 2 g Trockenhefe in ca. 6 dl. lauwarmem Wasser auflösen und zum Mehl dazu geben. Das Ganze von Hand oder mit einem Teigschaber grob zu einem Teig vermengen. Dieser Vorgang muss nicht besonders gründlich erfolgen, einfach darauf achten dass keine trockenen Mehlklumpen im Teig übrig bleiben. Die Schüssel mit einem Tuch oder mit Klarsichtfolie abdecken. Tipp: Der Teig ist an der Hand sehr klebrig. Wenn Sie vor dem Vermengen die Hände mit etwas Olivenöl einreiben, löst sich der Teig unter warmem Wasser leicht wieder ab.  
  2. Den Teig 8-12 Stunden ruhen lassen. Je mehr Zeit Sie ihm beim Fermentieren lassen, desto mehr Geschmack wird das Brot später haben. 
  3. Stellen Sie einen runden, glasierten Tontopf oder einen Topf aus Gusseisen ohne Deckel in den Backofen und heizen Sie ihn bei 220°C vor. Alternativ kann man auch mit Keramiktöpfen oder einem Römertopf experimentieren. 
    Nachdem der Ofen und der Topf vorgeheizt sind, nehmen Sie den heissen Topf heraus (er muss heiss sein, damit der Teig danach nicht am Topf kleben bleibt. Die Teigmasse aus der Schüssel auf ein gut bemehltes Küchentuch gleiten lassen. Klebrige Teigreste können zusammengekratzt und mitverwendet werden. Den Teig mithilfe des Tuches in den heissen Topf gleiten lassen (vgl. Video unten). Deckel drauf und sofort in den Backofen stellen. Backen bei ca 240°C.
  4. Nach ca. 30 Min. den Deckel abnehmen und das Brot im offenen Topf ca. 20 Min. bei 220°C ausbacken. Je nach Ofen und Topf müssen Sie mit den Backzeiten und -Temperaturen experimentieren.  

*Ausser den Ruckzuck-Backmischungen können Sie alle Gantrisch Goldkorn Brotmischungen für die lange Teigführung verwenden, wobei sich Mischungen mit Milchpulver nicht eignen (Burebrot, Zopf, Weggli). Prädestiniert für diese Art zu backen sind die Mischungen mit integriertem Vorteig. Je dunkler die Mischung, desto intensiver wird der Geschmack. 

Mühlibachbrötli im Gusseisentopf gebacken
Mühlibachbrötli im Gusseisentopf gebacken

Rüeggisberger Klosterbrot in der Tajine gebacken

 

Ich nehme gerne Rückmeldungen, Anregungen und Kritik zu den Rezepten entgegen. Oder möchten Sie ihr eigenes Gantrisch Goldkorn Rezept an dieser Stelle veröffentlichen? Bitte schreiben Sie an Carmen Bezençon, dittligmuehle[@]gmx.ch